Ausstellung 150 Jahre Schweriner Schloss
14 05 2007 Schröder: Bauen auf der Schlossinsel
“150 Jahre Schloss Schwerin - Bauen auf der Schlossinsel”, unter diesem Titel wird am Dienstag (15. Mai) eine Ausstellung zur Baugeschichte auf der Schlossinsel im Schweriner Schloss gezeigt. “Diese Ausstellung gibt einen Überblick über 1000 Jahre Baugeschichte auf der Schlossinsel”, sagte Sebastian Schröder, Staatssekretär des Bauministeriums.
“Das Schweriner Schloss zeigt beispielhaft, wie ernst wir den Erhalt unseres kulturellen Erbes nehmen”, so Schröder. 85 Millionen Euro wurden bislang in die Restaurierung des Schlosses, das auch Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern ist, investiert.
Auf 40 Tafeln wird die bauhistorische Entwicklung von der Slawischen Burgwallanlage, den Bauwerken des Mittelalters und der Renaissance bis zur Neufassung des Schweriner Schlosses im 19. Jahrhundert dargestellt. Aufschluss gibt die Ausstellung auch über die vielfältigen Nutzungen und das Baugeschehen in den letzten 150 Jahren. Besondere Aufmerksamkeit wird den Maßnahmen zum Erhalt des Schlosses nach 1990 geschenkt.
Neben imposanten Aufnahmen zum Leben bei Hofe und der Zeit nach 1918 werden Handwerkstechniken zur Schlossrestaurierung, wie Terrakottaarbeiten, Holz-, Stuck- und Metallbautechniken sowie Vergoldungen in Wort und Bild vorgestellt. Die gezeigten Instandsetzungsarbeiten an Orangerie und Drehbrücke sowie aufwändige Maßnahmen zur Stabilisierung des Schlosses machen die Komplexität und Schwierigkeit der Baumaßnahmen im historischen Kontext deutlich.
Die Ausstellung, die auf den Podesten der Roten Marmortreppe zu sehen ist und zeitgleich mit Übergabe der Marmortreppe eröffnet wird, bietet auf großformatigen Plakattafeln Reproduktionen historischer Fotos und Originalpläne sowie aktuelle Dokumentationen mit kurzen, erläuternden Texten.
“Wer sich über die Geschichte des Schweriner Schlosses informieren möchte, der kommt an dieser Ausstellung nicht vorbei. Es freut mich sehr, dass die Tafeln im öffentlich zugänglichen Bereich des Gebäudes gezeigt werden”, so Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider.
Die Ausstellung wurde federführend vom Betrieb für Bau und Liegenschaften, Geschäftsbereich Schwerin, anlässlich des 150. Schlossjubiläums entwickelt und zusammengestellt. “Das war eine ehrgeizige, akribische aber auch sehr interessante Aufgabe”, sagte Bereichsleiter Stephan Wenzl.
Beteiligt waren an der Vorbereitung der Ausstellung der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Architekten von Bassewitz und Zülch (Hamburg), bfb-Büro für Baukonstruktionen (Schwerin/Karlsruhe), das Restaurierungsatelier Krause (Grevenhagen) und Landschaftsarchitekt Stefan Pulkenat (Gielow). Leihgeber sind das Staatliche Museum Schwerin, Stadtarchiv, die Schlosskirchengemeinde und die Sammlung Herrmann Willebrand.
Die Ausstellung ist bis zum 2. Juli 2007 im Schweriner Schloss zu sehen.
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