Halbjahresbilanz zur H5N1-Überwachung bei Wildvögeln, Hausgeflügel und Säugetieren

7 08 2007


“Im ersten Halbjahr 2007 wurden insgesamt 3 553 Wildvögel in Mecklenburg-Vorpommern mit negativem Ergebnis auf den Erreger der Geflügelpest untersucht”, teilte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Schwerin mit.
Mehr als 90 Prozent der untersuchten Proben stammten aus Rügen, Ostvorpommern, Greifswald, Stralsund und Nordvorpommern sowie aus der Wismarbucht mit ihren Vogelinseln - Regionen, die während der Geflügelpestepidemie 2006 noch Sperrbezirke einrichten mussten. “Diese Untersuchungsschwerpunkte ergaben sich aber auch aus der Seuchensituation zu Beginn dieses Jahres”, stellte Dr. Backhaus ergänzend fest.
Im Rahmen der Überwachung von Nutzgeflügel wurden seit Jahresbeginn 2 869 Proben aus 214 Hausgeflügelbeständen untersucht. “Auch hier fielen die Untersuchungen auf H5N1 erfreulicherweise sämtlich negativ aus. Trotz dieser Ergebnisse bleibt dennoch ein Einschleppungsrisiko durch Wildvögel im Lande bestehen. Dies belegt unter anderem der jüngste Fall von Geflügelpest am Ismaninger Stausee bei München, bei dem es sich um ein wichtiges Durchzugs- und Rastgebiet für zahlreiche Wasservögel handelt”, stellte der Minister heraus.
Mit Blick auf weitere aktuelle Geflügelpestfälle, die von Tschechien über Sachsen-Anhalt bis hin nach Lothringen in Frankreich reichen, werde das Monitoring in Mecklenburg-Vorpommern zu Beginn des Herbstvogelzuges noch intensiver fortgesetzt. “Im Mittelpunkt stehen die Beprobung der jagdbaren Enten- und Gänsearten sowie die Lebendbeprobung von Krähenarten aus dem östlichen bzw. nordöstlichen Raum. Insbesondere die Untersuchung der zuletzt genannten Arten ist wichtig, da diese Vögel über Risikogebiete fliegen oder sogar aus diesen stammen können”, unterstrich Backhaus.
In diesem Zusammenhang wies der Minister alle Tierhalter nochmals darauf hin, dass sämtliche Vorsichtmaßnahmen weiterhin einzuhalten sind. Dazu gehört zum Beispiel, den Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln wirksam zu unterbinden, Personen- und Tierverkehr in Geflügelbetrieben unbedingt auf das erforderliche Maß zu reduzieren, das Aufstallungsgebot zu beachten und unverzüglich Abklärungsuntersuchungen bei vermehrten Todesfällen einzuleiten.
Wegen des Ausbruchs der MKS in Südengland appelliert Minister Dr. Backhaus aus aktuellem Anlass vor allem an die Urlaubsreisenden: “Bringen Sie aus anderen Ländern keinesfalls Lebensmittel oder Reisesouvenirs mit, die Träger von Ansteckungsstoffen sein könnten!”




Ringstorff: Gut ausgebildete Lehrlinge sind die Zukunft der Firmen

7 08 2007

“Mit der Ausbildungsfiliale, die die Stadtbäckerei Junge heute in Rostock eröffnet, dokumentiert das Unternehmen eindrucksvoll, welchen Wert es auf die Ausbildung des eigenen beruflichen Nachwuchses legt”, sagte Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff anlässlich der Eröffnung dieser Ausbildungsfiliale in Rostock.

In der Rostocker Ausbildungsfiliale werden regelmäßig 11 Auszubildende ihren Dienst verrichten. Ziel ist es, die Auszubildenden von Anfang an mit der Firmenphilosophie und den unternehmensspezifischen Abläufen vertraut zu machen und zugleich Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein der Auszubildenden zu stärken.

In mehr als 150 Filialen in Hamburg, Lübeck und Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt das 1897 in Lübeck gegründete Familienunternehmen rund 2100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 400 Lehrlinge. In Mecklenburg-Vorpommern sind 800 Beschäftigte tätig, davon 140 Auszubildende. Derzeit sucht die Stadtbäckerei in unserem Land noch Jugendliche für ca. 30 Ausbildungsplätze.

“Gut ausgebildete Lehrlinge sind die Zukunft der Firmen. Die Unternehmen des Landes zeichnen sich seit Jahren durch eine hohe Ausbildungsbereitschaft aus. Die Landesregierung unterstützt sie darin ausdrücklich und appelliert: Lassen Sie in Ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nach. Die Ausbildung in einem Betrieb ist nach wie vor erste Wahl”, so der Regierungschef.

Die Ernährungswirtschaft gehört in Mecklenburg-Vorpommern zu den strukturbestimmenden Bereichen der Wirtschaft. Leistungsfähige mittelständische Unternehmen bieten ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktionssortiment an. 2006 waren in den 168 Unternehmen der Ernährungsindustrie mit mehr als 20 Beschäftigten ca.
14 600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig.