Verbraucherpreisindex Mecklenburg-Vorpommern: Höchste Teuerungsrate seit 1991

8 10 2007

Die Jahresteuerung betrug im September 2007 nach Mitteilung des Statistisches Amtes 3,0 Prozent. Die 3-Prozent-Marke wurde damit erstmals seit 1991 erreicht. Alle Indexgruppen weisen zum Teil erhebliche Teuerungen zum Vorjahresmonat auf. Der Verbraucherpreisindex September 2007 (Basis 2000 = 100) für Mecklenburg-Vorpommern hatte einen Stand von 111,2.

Seit bundesweit einheitlicher Erhebung der Verbraucherpreisentwicklung waren die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern noch nie so stark und über alle Waren- und Dienstleistungsgruppen von Teuerungen gegenüber der Vorjahressituation betroffen wie im September 2007.

Gegenüber September 2006 erhöhten sich mit aufgrund des Wägungsanteils hoher Wirkung vor allem die Preise für Nahrungsmittel (+ 4,0 Prozent), alkoholfreie Getränke (+ 3,4 Prozent), Verkehr (+ 5,1 Prozent), Bekleidung (+ 4,9 Prozent), Schuhe (+ 4,2 Prozent) sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (+ 4,3 Prozent).

Bei den Nahrungsmitteln sind zunehmend alle Warengruppen von zum Teil deutlichen Preissteigerungen betroffen. Insbesondere verteuerten sich gegenüber September 2006 Brot und andere Backwaren aus Brotteig (+ 8,0 Prozent), Fleisch/Fleischwaren (+ 2,9 Prozent; darunter Geflügelfleisch: + 11,7 Prozent), Fische/Fischwaren (+ 5,9 Prozent; darunter Fische: + 9,2 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (+ 9,4 Prozent; darunter Vollmilch: + 13,3 Prozent, Butter: + 54,3 Prozent, Margarine: + 8,0 Prozent, Käse und Quark: + 13,3 Prozent).

Im Bereich Verkehr belasten vor allem die sich immer noch weiter verteuernden Kraftstoffe (+ 8,3 Prozent gegenüber September 2006 und + 1,1 Prozent gegenüber August 2007). Aber auch für die Nutzung von Verkehrsdienstleistungen mussten im September 2007 4,3 Prozent mehr aufgewandt werden als noch vor Jahresfrist.

Mit nahendem Herbst verteuerten sich Bekleidung und Schuhe gegenüber August 2007 um 6,8 Prozent; zudem lag das Preisniveau 4,5 Prozent über dem des Vorjahresmonats.

Einen typischen Herbsteffekt weist die Entwicklung des Heizölpreises auf: Heizöl war im September 2007 3,5 Prozent teurer als im Vormonat August.




Unternehmen suchen Mitarbeiter/-innen

5 10 2007

„Geeignete Fachkräfte zu finden ist eine immer anspruchsvoller werdende Aufgabe für die Unternehmen und die Arbeitsagenturen. Darum bringen wir Unternehmen und Arbeitssuchende an einen Tisch“, so Helmut Westkamp, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. Am Samstag, den 06.Oktober 2007 führen die Agentur für Arbeit Schwerin und die ARGE der Landeshauptstadt Schwerin gemeinsam den ersten Schweriner Stellenmarkt durch.

Wann? 06.10.2007 09:00 - 13:00 Uhr

Wo? Audi-Zentrum des Autohauses Ahnefeld

Hagenower Chaussee 1b

19061 Schwerin

Es präsentieren sich bekannte Firmen der Region und der gemeinsame Arbeitgeberservice Westmecklenburg an verschiedenen Ständen mit einem breit gefächertem Angebot an offenen Arbeits- und Ausbildungsstellen aller Wirtschaftszweige. Arbeitnehmer können mit den Arbeitgebern unmittelbar Kontakt aufzunehmen und sich über aktuelle Stellenangebote informieren.

Ergreifen Sie diese Gelegenheit und lernen Sie heute Ihren Arbeitgeber von morgen kennen!

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.




Geschafft! - Der Schweriner Burgsee ist jetzt 2 1/2 ha größer

4 10 2007

Schweriner Burgsee

Der Burgsee direkt am Schweriner Schloss hat jetzt seine neue Form. Eine Wasserfläche von 2 ½ ha ist der See jetzt größer als noch am Anfang des Jahres. „Wir haben gut 70.000 cbm ausgebaggert“, erklärt der Technische Leiter der BUGA GmbH, Reinhard Henning. „Damit hat der See in etwa wieder die Größe, die er in den 70er Jahren schon einmal hatte.“ Damals waren die ältesten Straßenzüge Schwerins rund um den Großen Moor abgerissen worden und die Ziegel und Balken der Fachwerkhäuser wurden einfach in den Burgsee gekippt. „Diesen Bauschutt haben wir jetzt mit aufwendiger Technik wieder herausgeholt“, so Henning.
Die Burgseeerweiterung ist ein bedeutender Teil des neuen „Gartens des 21. Jahrhunderts“. Dazu zählen noch der Eingangsbereich, die Schwimmende Wiese, die Brücken über den Burgseegraben und die Säulenhalle. Dieses größte Neubauvorhaben der Bundesgartenschau 2009 ist das Ergebnis eines internationalen Architektenwettbewerbs. Um es umsetzen zu können, waren sehr strenge Auflagen zu erfüllen. „Wir haben alle Punkte streng eingehalten“, sagt Reinhard Henning. „Überraschungen haben wir nicht erlebt.“ So sind keine Schadstoffe in den See gelangt. „Und aus dem neuen Seegrund werden auch keine austreten. Das zeigen alle Analysen der beauftragten Spezialisten.“ Trotzdem wird der Boden des Gewässers jetzt noch mit einem Vlies abgedeckt, auf das danach eine 20 cm hohe Kiesschicht geschüttet wird. „Danach werden wir hier eine Wassertiefe von ca. 1,50 m haben“, erklärt Reinhard Henning.
Am Westufer des neuen Seeteils wurden bereits Schilfpflanzen gesetzt, um einen naturnahen Übergang zum Wasser zu schaffen.
Als Nächstes werden nun die neuen Uferkanten der Schwimmenden Wiese und des Eingangsbereiches mit Spundwänden eingefasst und der BUGA-Kanal kann 2008 realisiert werden. Nach Abschluss dieser Bauleistungen ist die Verbindung vom Burgseegraben zum Burgsee für die Frischwasserversorgung hergestellt.  




Glashäger modernisiert Anlagen

4 10 2007

Seidel: Besucherzentrum als Attraktion

Nach zweijähriger Bauzeit hat die Glashäger Brunnen GmbH Bad Doberan die Modernisierungsarbeiten am Standort abge­schlossen. “Das Traditionsunternehmen in Mecklenburg-Vor­pommern ist gut aufgestellt und gehört zu den bedeutenden Arbeitgebern in der Region”, sagte Wirtschafts­minister Jürgen Seidel am Donnerstag bei einem Firmen­besuch in Bad Dobe­ran. In den vergangenen Monaten sind unter anderem eine neue Einweganlage installiert, die Außenlagerfläche vergrö­ßert und ein Besucherzentrum mit historischem Quellmuseum eingerichtet worden. Anlagen­technik, Produktion und Logistik am Standort Bad Doberan wur­den erneuert.

Die Glashäger Brunnen GmbH gehört zur Ernährungs­indus­trie, einer der Wachstumsbranchen im Land. “Der Name ist mit Mecklenburg-Vorpommern eng verbunden. Glas­­häger ist ein regionales Produkt, mit dem sich die Men­schen aus Mecklenburg-Vorpommern identifizieren”, so Seidel. Zur Pro­duktpalette gehören klassische Mineral­wässer, Saft­schor­len, Wellness­­- und Bittergetränke. 76 Mitarbeiter produzieren jähr­lich etwa insgesamt 60 Millionen Liter an erfrischenden Ge­tränken.

Seit 2005 gehört die Glashäger Brunnen GmbH zur Hassia Unternehmensgruppe. Dazu gehören fünf weitere Unterneh­menstöchter, unter anderem die ostdeutschen Brunnenmar­ken “Lichtenauer Mineralquellen” oder “Thüringer Waldquell”. Mit rund 1.250 Mitarbeitern zählt die Unternehmensgruppe zu den umsatzstärksten Mineralbrunnen in Deutschland.




Innenminister Caffier ruft Kraftfahrzeugführer zur Teilnahme an Beleuchtungsaktion auf

4 10 2007

Innenminister Lorenz Caffier unterstützt die Aktion “Sehen und gesehen werden” im Rahmen der 51. Internationalen Kraftfahrzeug-Beleuchtungs-Aktion und ruft alle Fahrzeugführer zur Teilnahme auf. “Nutzen Sie im Monat Oktober die Möglichkeit der kostenlosen Kontrolle ihrer Beleuchtungseinrichtungen am Fahrzeug in einer Werkstatt der Kfz-Innung. Dies trägt zur eigenen und zur Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer bei,” so der Minister.

Um Verkehrsunfälle in der dunklen Jahreszeit zu vermeiden, ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer möglichst gut sehen und gesehen werden. Defekte Beleuchtungseinrichtungen, abgenutzte Wischerblätter der Scheibenwischer, aber auch Beläge durch Nikotin oder Schmutz auf der Windschutzscheibe können die Sicht erheblich verschlechtern. Um besser gesehen zu werden, sollten Fußgänger und Fahrradfahrer Kleidung mit Reflektoren tragen.

Die meisten in Deutschland ansässigen Kraftfahrzeugbetriebe, Fachwerkstätten und mobile Prüfstellen führen den Licht- und Sichttest von Kraftfahrzeugen durch. Jeder Verkehrsteilnehmer, der sein Fahrzeug auf ordnungsgemäße Beleuchtungseinrichtungen überprüfen lässt, erhält einen Aufkleber der Beleuchtungsaktion 2007 für die Windschutzscheibe.

Aber nicht nur früh einsetzende Dunkelheit, Nebel und nasses Laub können den Fahrzeugführern in dieser Jahreszeit Probleme bereiten. Auch der beginnende Wildwechsel macht die Straßen im Herbst besonders gefährlich.

Innenminister Caffier mahnt die Fahrzeugführer, ihre Geschwindigkeit und Fahrweise den veränderten Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen anzupassen: “Rechnen Sie jederzeit mit glitschigen Fahrbahnen aufgrund von feuchtem Laub. Dadurch kann sich der Bremsweg möglicherweise ähnlich wie auf Schnee sogar verfünffachen. Falls Wild die Fahrbahn betritt, vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen, besser ist bremsen, Licht abblenden und hupen. Oft kann so ein Zusammenstoß gerade noch verhindert werden.”

Allein im Oktober des Vorjahres kam es auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns zu 1.127 Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Wild. Dabei wurden drei Personen schwer und 13 Personen leicht verletzt. Glücklicherweise kam kein Mensch ums Leben.