FINANZA-Pressekonferenz in Rostock

27 11 2007

Seidel zieht Exportbilanz für MV

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel stellt am Donnerstag (29.11) auf einer Pressekonferenz anlässlich der “FINANZA” die Leitlinien der Außenwirtschaftsförderung vor und zieht eine erste Außenwirtschaftsbilanz des zu Ende gehenden Jahres. “Die Unternehmen legen bei den Exporten zu, die Au­ßenwirtschaft wird nicht mehr nur vom Schiffbau dominiert”, sagte Seidel am Dienstag.

Neben Fragen der Exportfinanzierung werden auf der Konfe­renz in Workshops die Auslandsmärkte im Osten sowie För­derinstrumente im Außenwirtschaftsbereich präsentiert. FIFA-Schiedsrichter Dr. Markus Merk wird ein Impulsreferat zum Thema “Sicher entscheiden - Kann die Wirtschaft vom Sport lernen?” halten.

Rund ein Fünftel aller deutschen Firmen verfügt über interna­tional wettbewerbsfähige Produkte oder Dienstleistungen, doch nur ein Zehntel exportiert tatsächlich. Die Konferenz zur Außenwirtschaftsfinanzierung “FINANZA” findet seit zehn Jah­ren statt. Die Veranstaltung, die gemeinsam von Wirtschafts­ministerium, der NORD/LB, der Sparkassen-Finanzgruppe Mecklenburg-Vorpommern und der Landesarbeitsgemein­schaft der Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt wird, findet am 28. und 29. No­vember in Rostock, unter anderem im Ostseestadion, statt.




Imagekampagne des Landes erhält mit G 8- Strandkorb den Politikaward 2007

27 11 2007

Der XXL - Strandkorb des G 8 - Gipfels hat den Politikaward 2007 für die beste Kampagne zur Aufklärung und Information der Öffentlichkeit erhalten.

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Reinhard Meyer, nahm den Preis entgegen und erklärte: “Ein starkes Bild: Die Mächtigen der großen Wirtschaftsnationen im XXL - Strandkorb - in einer entspannten Atmosphäre, die den Beratungen zugute kam. Das Bild aus Heiligendamm ging um die Welt und wurde zum Symbol des G 8 - Gipfels 2007. Der Strandkorb machte zugleich auf das Gastgeberland Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam. Er ist ein Wahrzeichen unseres Landes - hier erfunden und typisch für unsere Stärken, den Tourismus und die Gesundheitswirtschaft. So konnte sich das Land als weltoffen, gastfreundlich und modern präsentieren. Ich freue mich, dass diese Idee aus Mecklenburg-Vorpommern als innovative Kommunikationsleistung ausgezeichnet wird.”

Der XXL-Strandkorb wurde vom Landesmarketing “MV tut gut.” und der Agentur PLEON als Teil der Imagekampagne “MV - The Place to Be” im Zusammenhang mit dem G 8 - Gipfel initiiert. Mittlerweile wurde er für eine Summe von 1.000.000 € für einen gemeinnützigen Zweck versteigert.

Der Politikaward wird vom Fachmagazin “politik und kommunikation” in acht Kategorien für herausragende Leistungen der politischen Kommunikation vergeben und gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen in diesem Bereich.




Stalking eine Form des privaten Terrors

27 11 2007

Stralsund. Die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann, ist Schirmherrin des Symposiums “Stalking - auf die Pirsch gehen”. Das Symposium ist die Hauptveranstaltung der diesjährigen landesweiten Aktionswoche “Keine Gewalt gegen Frauen”. Das Frauenbüro der Hansestadt Stralsund organisierte in Kooperation mit dem Frauenpolitischen Runden Tisch die ganztägige Fachtagung.

Seemann: “Stalking darf nicht als harmlose Belästigung abgetan werden. Es ist eine Form des privaten Terrors mit massiven Eingriffen in die Lebensführung der Opfer.” Laut Seemann ergaben Untersuchungen bei 141 Frauen, die von ihrem Expartner getötet wurden, dass bei 79 % Stalking durch den Täter im Vorfeld stattgefunden habe. Erste Studien in Deutschland würden belegen, dass 34,6 % der Stalker explizite Drohungen gegenüber dem Opfer aussprachen. In 30,4 % der Fälle komme es tatsächlich zu Gewalthandlungen.

Seemann: “Stalking ist nicht immer einfach zu erkennen. Die Grenzen zu Verhaltensweisen, die von der Gesellschaft als normal empfunden werden, sind fließend. Es muss genau hingesehen werden, wo Mobbing, wo Nötigung, wo Gewalt beginnt.” So können auch Verhaltensweisen, die einmalig begangen völlig normal seien, häufig wiederholt, jedoch den Tatbestand Stalking erfüllen, führt Seemann weiter aus. Die Situation könne für Betroffene durchaus zum ernsthaften, psychischen Problem und zum Angst­faktor werden. “Stalking ist also kein einfaches Thema auf das es auf einfache Art eine Antwort gibt. Durch das Anti-Stalking-Gesetz vom April 2007 stehen jedoch effektivere Instrumente zur Verfügung, um die Opfer nachhaltig zu schützen und die Täter abzuschrecken”, so Seemann.




Industriegebiet Sacktannen erschlossen

27 11 2007

Seidel: Infrastruktur ist wesentlich verbessert

Am Montag ist in Schwerin der Erschließungsabschnitt des südöstlichen Bereichs des Gewerbegebietes Sacktannen feierlich eröffnet worden. “Damit ist eine deutliche Verbes­serung der infrastrukturellen Voraussetzungen in dem Indust­riegebiet erreicht worden”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Montag vor Ort. Etwa 1.200 Meter Straße wurden gebaut. Dabei ist auch ein Gehweg entstanden, Leitungen für Strom, Wasser und Gas sind verlegt worden.

Das Wirtschaftsministerium hat in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ludwigslust zudem parallel die Anbindung des Standortes an den überregionalen Verkehr umgesetzt. “Un­ternehmen müssen wettbewerbsfähig bleiben. Mit dem Aus­bau des Industriegebietes ist die Grundlage hierfür geschaffen worden. Darüber hinaus können bestehende Arbeitsplätze gesichert werden. Ziel muss es sein, den Standort noch weiter auszubauen. Es muss gelingen wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen. Kreative Köpfe braucht unser Land. Hier liegt die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns”, so Seidel.

Das Industriegebiet Sacktannen ist 47 Hektar groß. Etwa 40 Unternehmen mit rund 1.000 Beschäftigten haben sich dort angesiedelt. Vor allem Betriebe aus den Branchen Kabelpro­duktion, Kunststoffverarbeitung, Werkzeugbau sowie Werk­stätten für Behinderte sind im südöstlichen Teil von Sacktan­nen ansässig. Dazu gehören auch zwei der größten produzie­renden Unternehmen in Schwerin, das Prysmian-Kabelwerk mit 320 Beschäftigten und die Schoeller Arca Systems GmbH mit 160 Beschäftigten.

Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro im Rahmen der Infrastrukturförderung der Ge­meinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirt­schaftsstruktur” gefördert.




Erweiterungsbau technisch übergeben

27 11 2007

Ebnet: Meilenstein für das IOW

Mit der heutigen (26.11.) technischen Übergabe des Erweiterungsbaus für das Institut für Ostseeforschung (IOW) in Warnemünde steht eine große Investition kurz vor ihrer feierlichen Übergabe. Die 4,5 Millionen Euro Gesamtbaukosten wurden zu je 50 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln finanziert.

Das heterogene Ensemble der IOW-Gebäude, das sich an exponierter Stelle zwischen Strandpromenade und Kurpark befindet, soll sich perspektivisch zu einem Gebäudekomplex entwickeln, der einer architektonischen Grundidee folgt. “Der Erweiterungsbau ist für das IOW ein Meilenstein auf diesem Weg”, sagte Bauminister Dr. Otto Ebnet. Als einfacher Quader in Betonskelettbauweise bietet er alle Möglichkeiten, um später an der Heinrich-Heine-Straße flexibel weiterbauen zu können.

Das neue Institutsgebäude reiht sich mit seiner hellen Ausstrahlung in die Bäderarchitektur Warnemündes ein. Putz, Werkstein und Glas bilden ein spannungsreiches Verhältnis. Das Gebäude wirkt durch seine klare, moderne Struktur als Ort der Lehre und Forschung ästhetisch überzeugend. Kommunikatives Zentrum ist das durch ein Glasdach belichtete Atrium, um das sich die verschiedenen Funktionen des Hauses etagenweise gruppieren.

Im Erdgeschoss sind Labore, Lagerflächen und Büros untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich Saal und Bibliothek, Büros und der IOW-Serverraum, im zweiten Obergeschoss Labore der Molekularbiologen, ein Isotopenlabor und weitere Büroflächen. Ein Laborkomplex, Messräume und ein Reinstraum, Büros und Versorgungsräume bilden das dritte Obergeschoss.
Das Gebäuderaster ist mit 3,45 Metern so gewählt, dass sich die Labore als Hauptnutzer optimal möblieren lassen. Die haustechnische Erschließung aller Labore ist über einen Schacht organisiert, der sämtliche Medien aufnimmt.