Pflanzenschädling liefert Wirkstoff gegen Krebs

17 01 2008

Getreideschädigender Pilz vielversprechend gegen Neuroblastome

Heidelberg (pte) - Einem Forscherteam des Deutschen Krebsforschungszentrums http://www.dkfz.de ist es gelungen, in einem Getreideschädling einen Wirkstoff gegen Neuroblastome zu finden. Diese Tumorkrankung des Nervensystems trifft hauptsächlich Kinder und ist mit derzeit gängigen Medikamenten schlecht zu behandeln. Das Forscherteam um die pädiatrische Onkologin Hedwig Deubzer hat mit dem HC-Toxin, das aus einem getreideschädigenden Pilz isoliert wird, gute Erfolge im Zellkulturmodell erzielt, berichten sie im International Journal of Cancer.

“Die Substanz aus dem Mais-Schädling programmiert Neuroblastomzellen um, sodass sie sich beinahe wieder wie gesunde Zellen verhalten”, so Deubzer im pressetext-Gespräch. Normalerweise sorgt der Pilz Helminthosporium carbonum bei Maisbauern für Ernteausfälle. Ein einzelner Inhaltsstoff des Schädlings dagegen, das HC-Toxin, könnte der Medizin großen Nutzen bringen, bestätigt Deubzer. “Das HC-Toxin wirkt auf die so genannten Histondeacetylasen (HDACs) - das sind Enzyme, die die Verpackung des Erbguts strukturieren. HDAC-Enzyme verändern unter anderem die Histone, Proteine, um die das Erbgut herumgewickelt ist. “Die Veränderungen in der Verpackung des Erbguts stehen im Verdacht, Krebs auszulösen oder dessen Ausbreitung zu fördern”, erklärt Deubzer. Deshalb überprüfen Wissenschaftler Substanzen, die die HDAC-Enzyme blockieren. Die Wirkung des HC-Toxins werde in der Wissenschaft auch bereits an anderen Tumoren untersucht, wie die Onkologin bestätigt.

“Wir konnten feststellen, dass Neuroblastomzellen unter dem Einfluss des Wirkstoffs einige ihrer krebstypischen Eigenschaften verlieren: Sie teilen sich seltener, zeigen weniger invasives Wachstum und ähneln auch äußerlich wieder gesunden Nervenzellen”, erklärt die Forscherin. “Diese Effekte waren deutlich stärker ausgeprägt als bei anderen bereits untersuchten HDAC-Hemmern.” Die Wirkung des Toxins beruhe vermutlich unter anderem darauf, dass es die Funktion einer wichtigen zellulären Krebsbremse - dem RB-Signalweg - fördert. Den Untersuchungen zufolge, war die Krebsbremse in den Tumorzellen nach Behandlung mit HC-Toxin deutlich aktiver als in unbehandelten Zellen. Bis aus dem Wirkstoff tatsächlich ein neues Medikament hergestellt werden kann, wird es allerdings noch dauern”, so Deubzer. “Wir haben gerade begonnen die Substanz im Tiermodell auszutesten.” Der Schritt in die klinische Testung sei allerdings ein langer Weg, erklärt Deubzer.

Das Neuroblastom ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern. Die Erkrankung geht vom periphären Nervensystem aus. Im fortgeschrittenen metastasierenden Stadium gebe es derzeit keine zufriedenstellende Therapie, wie die Medizinerin erklärt. “Ein großer Teil der Patienten überleben eine solche Erkrankung nicht.” Bei den anderen, nicht-metastasierenden Formen liegen die Prognosen deutlich besser, so die Onkologin abschließend im pressetext-Interview. Jährlich gibt es in Deutschland durchschnittlich 150 neue Fälle. Damit machen Neuroblastome etwa sieben bis acht Prozent aller Krebserkrankungen im Kindesalter aus. Die meisten betroffenen Kinder sind noch im Vorschulalter, ein Drittel erkrankt bereits im ersten Lebensjahr.




R&M und Neutrik: Bühne frei für Kat. 6

17 01 2008

Ethernet und RJ45 erobern Musik- und Unterhaltungswelt
Wetzikon (ZH) (pts) - Der Schweizer Verkabelungsspezialist Reichle & De-Massari (R&M, http://www.rdm.com ) und die Liechtensteiner Neutrik AG (http://www.neutrik.com ), namhafter Hersteller robuster Anschlusstechnik, unterstützen den Trend zur digitalen Datenübertragung auf den Bühnen dieser Welt. Ergebnis der ersten gemeinsamen Produktentwicklung ist das Patchkabel- und Stecksystem EtherCon® CAT6 für professionelle Audio-, Bühnen- und Lichttechnik.

Buchse und Stecker enthalten modifizierte RJ45 / Kat. 6 Module von R&M. Die feldkonfektionierbare Anschlusslösung ist geschirmt, wasserdicht, vibrationsgeschützt und bietet bessere Übertragungsqualität und -sicherheit. EtherCon® CAT6 von Neutrik ist die erste “rugged & waterproofed” RJ45 / Kat. 6 Anschlusslösung für Datennetz-Anwendungen bis 10 Gigabit Ethernet über Kupferverkabelung im Bereich der Audio-, Bühnen- und Lichttechnik.

EtherCon® CAT6 wurde entwickelt, um den zunehmenden Bedarf an sicherer Breitbandübertragung grosser Datenmengen zu bedienen. Das Stecksystem eignet sich insbesondere für Ethernet-Anwendungen in rauer, unruhiger Umgebung - wie sie zum Beispiel auf Open Air-Bühnen, bei Outdoor-Veranstaltungen oder Live-Übertragungen anzutreffen sind oder bei Internet-Anwendungen im Rahmen von Events. Die Kat. 6 Spezifikationen der Neuentwicklung entsprechen den TIA / EIA 568B, ISO / IEC 11801 und EN 50173.

Die Story: Siebzig Jahre nach Erfindung der E-Gitarre bricht auf den Bühnen der Welt eine neue Revolution an: Musik wird digital, dort wo sie gemacht wird - und nicht erst im Computer. Erste digitale E-Gitarren betreten die Szene. Was wären sie ohne direkten Netzwerkzugang? Also müssen auch Ethernet und RJ45-Stecker auf die Bühne. Mehr zu Story, Produkt, Unternehmen sowie Bilder hier:
http://www.rdm.com/de/desktopdefault.aspx/tabid-232/213_read-920




Verdienstorden des Landes an Wieland Bahlcke und Wolfgang Brost

17 01 2008

Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff zeichnet im Rahmen des Neujahrsempfangs am 14. Januar 2008 im Seebad Heringsdorf Wieland Bahlcke und Wolfgang Brost mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus.

Ringstorff: “Dieser Orden wird nur wenigen verliehen. Er soll etwas Besonderes sein und eine ausgewählte Ordensgemeinschaft mit unserem Land verbinden. Wir wollen damit außergewöhnliche Leistungen würdigen - für den Aufbau, die Festigung und den Fortschritt Mecklenburg-Vorpommerns. Die Auszuzeichnenden haben herausragende und beispielhafte Leistungen für das Land und seine Menschen erbracht. Sie sind wertvolle Botschafter für Mecklenburg-Vorpommern, obwohl - oder vielleicht gerade weil sie hier nicht ihren Wohnsitz haben.”

Wieland Bahlcke ist Gründer des “Freundeskreises der Kirche zu Lindow”. Dass die Kirche in Lindow im Dorf geblieben ist, ist ganz maßgeblich sein Verdienst. Als er 1990 nach vielen Jahren erstmals wieder seine alte Heimat besuchte, in der seine Vorfahren seit Generationen die Domäne Lindow bewirtschaftet hatten, fand er ein Gotteshaus vor, das dem Verfall preisgegeben war: ausbröckelndes Mauerwerk, ein undichtes Dach, morsche Türen, eine eingefallene Kirchhofsmauer - all das ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Denn es war gerade seine Familie, die sich in über zweieinhalb Jahrhunderten immer wieder in besonderer Weise für die Heimatkirche eingesetzt hatte. Um die Restaurierung der Kirche zu organisieren, gründete er 1992 mit Familienangehörigen und Freunden den “Freundeskreis der Kirche zu Lindow” in Mecklenburg-Strelitz. Unermüdlich sammelte er Spenden und setzte auch eigene finanzielle Mittel ein.

Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff: “Deshalb konnten schon 1997 mit Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Dach und Außenhaut komplett saniert werden. Bereits im Folgejahr wurde mit der Innenrenovierung und der Restaurierung von Kanzel und Altar begonnen. Und in einem der Rundbriefe des Freundeskreises haben Sie bereits ein weiteres großes Ziel verkündet: den Neubau des Kirchturmes. Einst als Fachwerkbau 1770 von Ihrer Familie gestiftet, wurde er 1968 abgerissen.

So wird die jahrhundertealte Lindower Kirche auch nachfolgenden Generationen Heimat und Herkunft vermitteln und Zeugnis ablegen von dem Lebensweg vieler Menschen, die mit ihr verbunden waren.”

Wolfgang Brost hat die Beziehungen und die Freundschaft der Bundesrepublik und insbesondere auch Mecklenburg-Vorpommerns zu Norwegen seit Jahren an maßgeblicher Stelle vielseitig mit Leben erfüllt. Nach eindrucksvollem ersten Berufsleben als hochrangiger Offizier bei der Bundeswehr hat er über viele Jahre als Sonderbeauftragter des norwegischen Außenministeriums mit großem persönlichen Engagement die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Norwegen mitgestaltet. 1998 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Munch-Haus e.V. und wurde anschließend bis 2005 Vorstandsmitglied des Edvard-Munch-Hauses e.V. in Rostock-Warnemünde.

Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff: “Durch Ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit haben Sie einen maßgeblichen Beitrag zur Etablierung des Vereins “Edvard-Munch-Haus” als feste Größe im Kontext der deutsch-norwegischen Beziehungen geleistet. Die Deutsch-Norwegischen Kulturtage, Konzerte und Treffen mit Wirtschaftsvertretern - alle diese Veranstaltungen und Zusammenkünfte gingen ganz wesentlich auf Ihre Initiative zurück.

Sie haben intensiv dazu beigetragen, dass unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in Norwegen als Kultur- und Wirtschaftsregion wahrgenommen wird. Vieles wäre ohne Ihre Unterstützung, Ihre guten Kontakte und Ihr Zutun nicht möglich gewesen. Sie haben uns manche Tür geöffnet.
Ich danke Ihnen ganz herzlich und gratuliere Ihnen zu Ihrer Auszeichnung.”

Der Ministerpräsident abschließend: “Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in den Städten und Dörfern des Landes. Vieles, was hier geleistet wird, wäre ohne ihre Mitwirkung gar nicht denkbar. Ich wünsche mir, dass viele Bürgerinnen und Bürger unseres Landes diesem Beispiel folgen, weil es sich lohnt, für eine gute Sache einzutreten. Denn auch 2008 wollen wir mit Schwung und Elan gemeinsam die vor uns liegenden Aufgaben meistern.”




Überfall auf Szeneladen in Rostock:

17 01 2008

Caffier verurteilt jegliche Gewalt

Nach dem Überfall auf einen Laden der rechtsextremistischen Szene in Rostock macht Innenminister Lorenz Caffier deutlich, dass er Gewaltanwendung jeglicher Art aufs schärfste verurteilt.

“Gewalt darf in einem Rechtsstaat kein Mittel der Auseinandersetzung sein, ob im privaten Umfeld, im öffentlichen Leben oder in der politischen Auseinandersetzung. Es gibt vielfältige demokratisch legitimierte Mittel, dem Rechtsextremismus und seinen Auswüchsen die Stirn zu bieten. Mit den Übergriffen wurde allen, die sich in Organisationen, Vereinen, Verbänden und demokratischen Parteien den rechtsextremistischen Umtrieben entgegenstellen, ein Bärendienst erwiesen”, sagte Minister Caffier.

Die Polizei werde alles daran setzen, um die Straftäter zu ergreifen.




Röbeler Erklärung zum Bestand der Gymnasien

17 01 2008

Obwohl die Anmeldefrist für das kommende Schuljahr 2008/09 noch nicht abgelaufen ist (29. Februar 2008), stellt sich schon heute für einige Gymnasien im Land das Problem, dass sich nicht genügend Schülerinnen und Schüler für die 7. JahrgangsstufeMecklenburg-Vorpommerns notwendig. Diese werden voraussichtlich im Sommer 2009 in Kraft treten und sehen u. a. auch ein Absenken der Schülermindestzahlen zur Bildung von Eingangsklassen an Gymnasien vor.

Damit verbunden ist die Zielstellung, das flächendeckende Netz der gymnasialen Standorte bei rückläufigen Schülerzahlen zu erhalten und so für möglichst viele Schülerinnen und Schüler weiterhin ein wohnortnahes gymnasiales Bildungsangebot vorzuhalten. Vor diesem Hintergrund ist es mit einer langfristigen Planung gymnasialer Standorte nicht vereinbar, Klassenbildungen in der Jahrgangsstufe 7 am Gymnasium zum Schuljahr 2008/09 zu untersagen. Betroffen hiervon wären voraussichtlich etwa 15 Gymnasien. Diesen Gymnasien wird somit ausnahmsweise zum Schuljahr 2008/09 die Bildung von Eingangsklassen in der Jahrgangsstufe 7 ermöglicht.

Endgültige Aussagen zur Bestandsfähigkeit dieser Gymnasien werden erst nach Verabschiedung des novellierten Schulgesetzes 2009 entsprechend der dann geltenden Vorgaben getroffen.”